Rakhymzhan Otarbayev: Der Schädel

18,00 

Roman

Aus dem Kasachischen von Adilbek Alzhanov und Jeanine Dağyeli
Mit einem Nachwort von Mario Pschera
168 Seiten, Hardcover, 18,00 EUR

ISBN: 9783935597562

Beschreibung

Rakhymzhan Otarbayev:
Der Schädel
Roman

Aus dem Kasachischen von Adilbek Alzhanov und Jeanine Dağyeli
Mit einem Nachwort von Mario Pschera
168 Seiten, Hardcover
ISBN: 9783935597562

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1846 wird Mahambet, der Dichter und Rebell gegen den Khan von gedungenen Mördern erschlagen. Mehr als hundert Jahre später rekonstruiert der Anthropologe Noel dessen Gesichtszüge, doch im Wissenschaftsbetrieb schlagen ihm Neid und Missgunst entgegen. In einem uralten Sakengrab entdeckt er eine Silberschale mit einer rätselhaften Inschrift. Niemand interessiert sich für seine Entdeckung. Enttäuscht verlässt er das Land und geht mit seinem russischen Mentor auf eine Forschungsreise nach Arizona. Als das unabhängige Kasachstan sich auf seine Historie besinnt und ein Denkmal für den legendären Dichter errichten will, erinnert man sich des Schädels. Doch dieser ist verschwunden. Nun beginnt eine wilde Jagd, denn der Kopf ist eine Million Dollar wert.
Rakhymzhan Otarbayev schrieb anhand authentischer Ereignisse eine bitterböse Groteske, in der er mit den Zuständen in seiner Heimat hart ins Gericht geht. »Der Schädel« ist der erste Gegenwartsroman, der aus dem Kasachischen ins Deutsche übertragen wurde.

Zusätzliche Informationen

Autor

Der Autor, 1956–2018, arbeitete als Journalist und Radioredakteur, war Regisseur und Theaterleiter. Er veröffentlichte Theaterstücke, Erzählungen und Romane. Seine Arbeiten setzen sich kritisch mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander. Ein Band mit seinen Erzählungen ist derzeit in Vorbereitung.

Leseprobe

Nannte man die Dinge beim Namen, gerieten sie in Wut und schimpften sogar auf die Vorfahren. »Ich soll von irgendjemandem Stück für Stück Knochenteile aufsammeln?« bäumte sich ein Akademiemitglied auf wie ein gefesseltes Pferd. »Vergiss es, mein Lieber. Bleib mir fern. Ich bin doch keine Ratte, die in alten Gräbern wühlt. Du hast auf diesem Gebiet studiert. Mach du es. Viel Spaß damit!«

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Rakhymzhan Otarbayev

Rakhymzhan Otarbayev wurde am 19. Oktober 1956 in Kurmanghazy in der westkasachischen Region Atyrau geboren und studierte bis 1977 am Pädagogischen Institut Ural. Er arbeitete als Journalist, Lehrer für kasachische Sprache und Literatur, Redakteur beim Fernseh- und Rundfunkkomitee und den Journalen »Kasachische Literatur« und »Zhalyn« sowie als Attaché in Kyrgyzstan. Danach war er in der Präsidialverwaltung und als Generaldirektor der Akademischen Nationalbibliothek in Astana tätig. Zuletzt war er künstlerischer Leiter des Dramatischen Theaters Atyrau. Er schrieb Romane, Erzählungen und vielgespielte Theaterstücke, vorwiegend zu historischen und zeitgeschichtlichen Themen. Eine Auswahl seiner Erzählungen wurde ins Russische und Chinesische übersetzt, einzelne Geschichten ins Türkische, Arabische, Französische, Italienische und Bulgarische. Für seine Arbeiten erhielt er verschiedene Auszeichnungen, u.a. den Preis der Internationalen Tschingis-Aitmatow-Sti.ung. Im Januar 2017 war er Stipendiat des Literarischen Colloquiums Berlin. Er verstarb unerwartet am 17. Februar 2018 an einem Herzversagen.

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