Über uns

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Die Anfänge des Verlages sind im Jahr 1981 in Frankfurt am Main zu finden, als nach dem Militärputsch von 1980 türkische Literatur nicht mehr im eigenen Land verlegt werden konnte. Der Journalist und Aktivist Yıldırım Dağyeli, der bereits zuvor zusammen mit seiner Frau Helga Dağyeli-Bohne aus dem Türkischen zu übersetzen begonnen hatte (u.a. Yaşar Kemal), nahm sich mit seinen Mitstreitern ihrer an; zugleich wurde der Verlag eine wichtige Plattform für die sogenannte »Gastarbeiterliteratur« oder auch »migrantische Literatur«, für etwa Aras Ören, Yüksel Pazarkaya, Fetih Savaşçı, Zafer Şenocak, Levent Aktoprak u.v.a.  Neben Klassikern wie etwa Nâzım Hikmet, Orhan Veli und Behçet Necatigil erschienen erste Werke damals noch sowjetischer Schriftsteller. Mit dem Epochenbruch von 1989 geriet der Verlag in Schwierigkeiten, das literarische Interesse verlagerte sich zusehends auf deutsch-deutsche Themen, 1993 schloss er endgültig.

2001 wagten Jeanine Dağyeli und Mario Pschera einen verlegerischen Neustart. Neben den »Aufräumarbeiten« wurde das Programm auf Zentralasien und später den Kaukasus fokussiert, neue türkische Autor:innen kamen hinzu. Mittlerweile besteht das Programm zu großen Teilen aus Übersetzungen ins Deutsche. 2021 erschien zum 20- bzw. 40jährigen Verlagsjubiläum ein Querschnitt des literarischen Programms.

Mitglied im Freundeskreis der Kurt-Wolff-Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene