Nâzım Hikmet

Nâzım Hikmet (Ran), geboren am 15. Januar 1902 in Thessaloniki, gilt als Begründer der modernen türkischen Lyrik. Hikmet wuchs in einer großbürgerlichen Familie auf, schrieb als Gymnasiast erste Gedichte und ging auf die Marineschule. Wegen Anstachelung zum Aufruhr entlassen, ging er 1921 nach Anatolien und reiste illegal in die Sowjetunion. Dort studierte er und kam in Kontakt mit der dortigen Lyrik- und Theaterszene. Ab 1929 hatte er erste Erfolge in der Türkei als Dichter, Szenarist und Dramatiker. Nach mehrmaliger Verhaftung wurde er 1938 zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt. 1950 wurde er nach internationalen Protesten amnestiert, sollte 1951 zum Militärdienst eingezogen werden und floh darauf über das Schwarze Meer. Er ließ sich in Moskau nieder, verlor im gleichen Jahr seine türkische Staatsbürgerschaft und engagierte sich in der internationalen Friedensbewegung. 1963 starb er an einem Herzinfarkt. 2009 wurde er posthum wieder in der Türkei eingebürgert. Seine ausführliche Biografie findet sich bei Asım Bezirci.

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