Die türkische Kritik lobte den 2010 erschienenen Roman »Nachtfalter« wegen seiner erzählerischen Wucht. Haydar Karataş erzählt die große Tragödie von Dersim, als der türkische Nationalstaat die Autonomie des Berggebietes in Blut erstickte, ganz und gar unheldisch – aus der Perspektive eines kleinen Mädchens. Der Autor schrieb seinen Roman in der Haft. Da seine ersten Aufzeichnungen konfisziert wurden und seine zweiten während eines Erdbebens verloren gingen, rekonstruierte er während eines Besuches seiner Mutter in der Schweiz den Roman, der auf den Erlebnissen seiner Mutter und Großmutter beruht.
Nachtfalter. Perperık-a Söe
Nachtfalter. Perperık-a Söe
19,80 €
Haydar Karataş
Nachtfalter. Perperık-a Söe
Roman
Aus dem Türkischen von Sara Heigl
248 Seiten, Hardcover
ISBN: 9783935597890
| Autor | Haydar Karataş wurde 1973 ım Dorf Haçelı ım anatolıschen Dersım (heute Tunçeli) als siebtes Kind einer zwölfköpfigen Familie geboren. Bis zu seinem sechsten Lebensjahr sprach er ausschließlich Zazaki, Türkisch lernte er erst mit dem Besuch der Internatsschule. Bereits während seiner Zeit auf dem Gymnasium wurde er politisch aktiv und veröffentlichte seine erste Kurzgeschichte in einer Zeitschrift. Dies brachte ihm seine erste Verhaftung ein. Haydar Karataş engagierte sich in einer linken Organisation und wurde 1992 ins Gefängnis geworfen, wo er insgesamt zehn Jahre und vier Monate einsaß. Das Schreiben half ihm, die Gefängsniszeit zu überstehen. Von 1996 bis 2000 verfasste er den Roman "Nachtfalter". Sämtliche Aufzeichnungen wurden jedoch beschlagnahmt. Nach seiner Entlassung emigrierte er 2003 in die Schweiz, wo er seither lebt und arbeitet. |
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| Leseprobe | demnächst |
| Presse | demnächst |
| Übersetzerin | Sara Heigl Geboren 1973 in Graz, studierte zunächst Turkologie an der Universität Wien und ließ sich dann für einige Zeit in Istanbul nieder. Sie schloss ihr Studium des Türkischen und Englischen an der Universität Graz ab, wo sie seit 2007 am Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft als Türkisch-Lektorin tätig ist. Daneben arbeitet sie als freiberufliche Literaturübersetzerin und Fachübersetzerin (Schwerpunkt Kunst und Kultur) in Wien. Sie übersetzte Prosa und Lyrik u.a. von Yeşim Ağaoğlu, Ferit Edgü, Aslı Erdoğan, Nedim Gürsel, Müge İplikçi, Sema Kaygusuz und Murathan Mungan. Für die Übersetzung von Jale Sancaks, „Die Stadt der verlorenen Lieder. Literarische Streifzüge durch Istanbul“, erschienen im Dağyeli Verlag, erhielt sie 2009 den Anerkennungspreis für Literarische ÜbersetzerInnen der Stadt Wien. Ebenso im Dağyeli Verlag liegt die Übersetzung des Romans „Nachtfalter“ von Haydar Karataş (2016) vor. |






