Oljas Süleymenov

Der kasachische Lyriker, Philologe, Essayist und nicht zuletzt Bürgerrechtsaktivist Oljas Süleymenov ist einer der faszinierendsten Protagonisten der sowjetischen und nachsowjetischen nonkonformistischen Literatur. Er verstand es wie kein zweiter, den sogenannten »kleinen Völkern«
.eine Stimme zu geben. Leidenschaftlich und provokant verarbeitet der bekennende Internationalist Themen wie Kolonialismus und kulturelle Dünkel, Satrapentum und rückwärtsgewandte Ideologien. Seine Verse, die das literarische Erbe der kasachischen Steppe, russischen Futurismus und westliche Avantgarde aufgreifen, sind auch nach Jahrzehnten noch von faszinierender Frische und Aktualität. Seine Gedichte fanden ein beachtliches internationales Echo. Sein philologisches Hauptwerk »AziJa«, eine Untersuchung der türkisch-russischen Kultursymbiose, machte ihn berühmt und bei seinen Gegnern verhasst. Er gehört zu den Begründern der kasachischen Bewegung gegen Nuklearwaffen und war als Diplomat in verschiedenen europäischen Ländern unterwegs. Heute lebt er in Astana.

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