Mukaghali Makatayev

Am 9. Februar 1931 wird Mukaghali Makatayev im südkasachischen Dorf Karasaz im Kreis Narynkol, am Fuße der Berge des Tian-Shan geboren.
Nach Beendigung der Mittelschule arbeitete er als Sekretär des Dorfsowjets und im Jugendverband Komsomol, sowie als literarischer Mitarbeiter der Kreiszeitung. Seine ersten Gedichte erschienen 1948, überregional wurde er 1951 durch den Sammelband »Lieder der Jugend« bekannt. Von 1954 bis 1962 arbeitete er als Radiosprecher und Lehrer, ab 1963 als Redakteur für verschiedene Zeitungen und Journale. 1962 druckte die Zeitung »Sozialistisches Kasachstan« sein Gedicht »Appassionata« ab, das ihm einen vorderen Rang unter den kasachischen Dichtern verschaffte. Makatayev war dreiunddreißig, hatte Frau und Kinder, ehe sein erster Gedichtband erschien und er aus dem heimatlichen Dorf nach Almaty übersiedelte. Seine Gedichte wurden in Zeitschriften abgedruckt, manche mit Musik unterlegt und öffentlich aufgeführt, aber wirklich anerkannt war er nicht. Er wurde nur wenig in Buchverlagen veröffentlicht, es gab Literaten, die ihn schnitten und auch der Zensur war er nicht ganz geheuer. Aber er wird zum Studium an das renommierte Moskauer Maxim-Gorki-Institut geschickt und arbeitet als Konsultant des Schriftstellerverbandes, was ihn nicht davor bewahrt, schließlich aus dem Verband ausgeschlossen zu werden. Makatayev zog von einer Wohnung in die nächste, verlor seine Arbeit. Auch gesundheitlich war er zunehmend angeschlagen. Er litt an Herzbeschwerden und wurde von Ahnungen geplagt. Er spürte, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben würde. Während eines zweimonatigen Krankenhausaufenthaltes verfasste er etwa viertausend Zeilen. Fast schon sarkastisch beschreibt er die Klinik als seinen Arbeitsplatz und bittet das Schicksal um Zeit – wenigstens zwanzig Jahre … Mukaghali Makatayev starb am 27. März 1976, mitten in der Vorbereitung seines fünften Gedichtbandes. Nach und nach erschienen seine Gedichte in Buchform. 1981 wurde eine Auswahl ins Russische übersetzt, er erhielt gar eine Werkausgabe. 2000 wurde ihm posthum der Staatspreis verliehen, 2002 ein Denkmal in Almaty errichtet.

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