Tamri Fkhakadze: Gärtnern im Kriegsgebiet

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Tamri Fkhakadze
Gärtnern im Kriegsgebiet
Erzählungen

ISBN: 9783935597913

Beschreibung

Tamri Fkhakadze
Gärtnern im Kriegsgebiet
Erzählungen

Aus dem Georgischen von Iunona Guruli
Mit einem Nachwort von Mario Pschera
128 Seiten, Hardcover
ISBN: 9783935597913

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Zusätzliche Information

Inhalt

Zwei Brüder verlassen ihr Dorf in Richtung Hauptstadt. Zaliko will ein richtiger Großstädter werden und heiratet, Robinzon, wird von der Sehnsucht nach der alten Heimat geplagt. Zaliko fliegt mit seiner Frau nach Amerika, um eine schwere Krankheit behandeln zu lassen, Robinzon kehrt während des Krieges in sein altes Dorf zurück. Dort erfährt er, dass sein Bruder Haus und Grundstück verkauft und damit seinen Amerikaflug finanziert hat. Damit nicht genug, schreibt ihm der Bruder, dass die Krankheit nur vorgetäuscht war. Aber von seinem Traum vom eigenen Land will Robinzon nicht lassen. Auf einer Brachwiese ackert und sät er, doch die Einschläge kommen immer näher. Die Nachbarn fliehen, einige Männer fallen im Kampf. Und Robinzon bleibt, er ist entschlossen, seinen Garten zu verteidigen.
Tamri Fkhakadze, geb. 1957, Schriftstellerin, Szenaristin und Dramaturgin, pflegt einen subtilen feministischen Blick auf die Welt, selbst wenn sie aus männlicher Perspektive schreibt.

Autor

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Leseprobe

Im rauchigen Nebel kann ich unmöglich ihre Gesichter erkennen, ich versuche einfach, in diesem dumpfen Lärm in meine piepsige Stimme möglichst viel Kraft und Ausdruck zu legen und stelle die Frage: »Verzeihung, wo kann ich eine Leiste kaufen? Zweieinhalb Meter lang, zwei Zentimeter breit«, und, um überzeugender zu wirken, füge ich hinzu: »aus Mahagoni«. Eine ganze Weile flattert meine Frage orientierungslos durch die männliche Stille. Die Deve stellen ihre Gespräche ein und mustern mich grimmig, prüfend. Dann lassen sie von mir ab, und allein ein grauhaariger, ausgemergelter Dev nimmt meine Frage auf; er besitzt nur noch einen Zahn und trägt einen dunkelblauen, über und über mit Sägemehl bedeckten Mantel, selbst an seinen Augenbrauen klebt das Sägemehl. »Wozu brauchen Sie die?« fragt er mich.

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